{"id":271,"date":"2016-12-01T17:00:50","date_gmt":"2016-12-01T16:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/thefinestcityhotels.com\/?p=271"},"modified":"2017-01-24T15:18:04","modified_gmt":"2017-01-24T14:18:04","slug":"handmade-parfumes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thefinestcityhotels.com\/?p=271","title":{"rendered":"HANDMADE PARFUMES"},"content":{"rendered":"<p><em>D\u00fcfte rufen Emotionen und Erinnerungen hervor, beeinflussen unsere Stimmung, ja sogar unser Handeln. Wohlger\u00fcche sind immer mit Wohlempfinden verbunden. Das treibt die Parfumindustrie an und beschert uns jedes Jahr neue D\u00fcfte. Doch Parfum ist nicht gleich Parfum. Liebevoll und aufwendig nach alter Tradition mit der Hand hergestellte Kompositionen machen den Unterschied zwischen schn\u00f6dem Odeur und Duft deluxe.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>\u201eMein Duft erinnert mich an einen Fr\u00fchlingsmorgen in Italien, nachdem es geregnet hat; an Orangen, Zitronen, Grapefruits, Bergamotte, Cedrat und die Bl\u00fcten und Kr\u00e4uter meiner Heimat. Er erfrischt mich, st\u00e4rkt meine Sinne und Vorstellungskraft.\u201d So poetisch philosophierte Johann Maria Farina \u00fcber einen Duft in einem Brief an seinen Bruder Giovanni Battista im Jahre 1708. Es war die Geburt des Eau de Cologne. Ausgerechnet Farina, ein Italiener, schuf in K\u00f6ln, der deutschen Stadt am Rhein, eines der ber\u00fchmtesten Parfums der Welt. Damit legte der feinsinnige Farina 1709 den Grundstein f\u00fcr die \u00e4lteste Parfummanufaktur der Welt. K\u00f6ln avancierte rasch zur Duftmetropole. K\u00f6nige, Politiker und sogar K\u00fcnstler wie Mozart waren von der Duftkreation bet\u00f6rt. Immer noch wird das \u201eWasser aus K\u00f6ln\u201c von Farinas Nachfahren in der Stadt am Rhein produziert. Der Name \u201eEau de Cologne\u201c allerdings bezeichnet bereits seit Ende des 18.Jahrhunderts nicht mehr ein spezielles Parfum, sondern verk\u00f6rpert eine Duftgattung: die leichte Variante mit einem Anteil von zwei bis f\u00fcnf Prozent Parfum\u00f6l.<\/p>\n<p><strong>BET\u00d6RENDE GESCHICHTE<\/strong><\/p>\n<p>Gut zu duften, das scheint ein tief verwurzeltes Bed\u00fcrfnis zu sein. Schon die Hochkulturen verwendeten wohlriechende Aromen. Vor allem die \u00c4gypter und Inder waren in der Kunst der erlesenen Duftkreation bewandert. \u201eKyphi\u201c, die ber\u00fchmte aromatische Duftmischung, war schon vor rund 5000 Jahren in Luxor bekannt und beinhaltet unter anderem Rosenbl\u00e4tter, Weihrauch, Zimtrinde, Myrre und Sandelholz. Die alten \u00c4gypter verwendeten Duftessenzen und Kosmetika zur\u00a0inneren und \u00e4u\u00dferen Harmonisierung. Parfumeure waren in jener Zeit die Priester, sie kannten sich hervorragend mit Salben, Essenzen und Tinkturen aus, die sie auch f\u00fcr diverse Zeremonien ben\u00f6tigten. Der duftende Trend wehte schon bald \u00fcber die Landesgrenzen, begeisterte die Araber und sp\u00e4ter auch die R\u00f6mer. Nach Europa gelangten orientalische Duftnoten erst durch die Kreuzz\u00fcge. Bis heute verbindet man mit orientalischen Parfums exotische Aromen. Zu Recht, denn Gew\u00fcrze, Bl\u00fcten, Balsame, Resine und animalische Komponenten pr\u00e4gen bis in unser Jahrtausend diesen markanten Duftcharakter. Ein Juwel der orientalischen Parfumkunst ist Amouage. Der opulente, omanische Duft verk\u00f6rpert 1001 Nacht f\u00fcr die Nase, arabische Sinnlichkeit par excellence. Das bet\u00f6rende Amouage verdanken wir seiner Majest\u00e4t Sultan Quabus Bin Said. Vor rund 25 Jahren beschloss der Sultan von Oman, ein edles Parfum kreieren zu lassen, das sein Land repr\u00e4sentiert. Er beauftrage die renommierte Star-Nase Guy Robert mit der Entwicklung eines erlesenen Duftes. Der Pariser Parf\u00fcmeur, der unter anderem f\u00fcr Herm\u00e8s und Dior arbeitete, schuf ein Meisterwerk. \u00a0Allein in \u201eAmouage Gold\u201c sind \u00fcber 120 Essenzen und \u00d6le enthalten, eingeschlossen in einen handgearbeiteten glamour\u00f6sen Flakon. Abh\u00e4ngig davon, wie aufw\u00e4ndig die Flasche gearbeitet ist, zum Beispiel verziert mit Edelsteinen, kann das Luxusparfum schon mal bis zu 8000 Dollar kosten.<\/p>\n<p><strong>VERGANGENHEIT UND GEGENWART IM DUFT VEREINT<\/strong><a href=\"http:\/\/thefinestcityhotels.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Micallef2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-273 alignright\" src=\"http:\/\/thefinestcityhotels.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Micallef2.jpg\" alt=\"Micallef2\" width=\"283\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/thefinestcityhotels.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Micallef2.jpg 704w, https:\/\/thefinestcityhotels.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Micallef2-125x300.jpg 125w, https:\/\/thefinestcityhotels.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Micallef2-425x1024.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bezaubernde Wohlger\u00fcche\u00a0 haben nicht nur im orientalischen Raum eine lange Tradition. In Europa ist die Parfummetropole schlechthin die s\u00fcdfranz\u00f6sische Stadt Grasse. Hier, in der lieblichen Provence, bl\u00fchte das Gesch\u00e4ft mit den D\u00fcften im 18. Jahrhundert regelrecht auf. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auf den weiten Blumenfeldern vor den Toren von Grasse wuchsen die begehrten Rohstoffe f\u00fcr verlockende Parfums. Das ist heute immer noch so und ein Erlebnis f\u00fcr die vielen Touristen. Welt. Mittlerweile gibt es rund um Grasse noch 30 Parfumunternehmen, nicht mehr so viel wie fr\u00fcher, aber immer noch eine beeindruckende Anzahl. Einige von ihnen bezaubern die Welt mit ihren wohlriechenden Produkten seit \u00fcber 250 Jahren &#8211; wie das Parfumhaus Galimard, das bereits 1747 gegr\u00fcndet wurde und sogar die franz\u00f6sischen K\u00f6nige zu seinen Kunden z\u00e4hlte. Es ist gut zu wissen, dass die hohe Kunst der Parfumerie in Grasse nicht ausstirbt. Das Ehepaar Martine Micallef und Geoffrey Newman\u00a0 gr\u00fcndete in dem malerischen St\u00e4dtchen 1996 das Duft-Unternehmen &#8222;M. Micallef&#8220;. Mit gro\u00dfem Erfolg. Heute werden ihre Parfums in 900 Gesch\u00e4ften in 54 L\u00e4ndern verkauft. Die Produkte pr\u00e4sentieren sich stilvoll, modern, aber auch traditionell. Letzeres zeigt sich in der aufwendigen Verarbeitung, bis zu 200 Ingredienzien werden zu einem Duft komponiert. Ein Prozess, der sich \u00fcber Monate hinziehen kann. Meisterlich auch die handverzierten Flakons,\u00a0 mehr Kunstwerke als Beh\u00e4ltnisse und oftmals begehrte Unikate.<\/p>\n<p><strong>HOCHWERTIGE INGREDIENZIEN\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn heute einige Duftessenzen k\u00fcnstlich hergestellt werden, wie beispielsweise Moschus, hat sich bei den hochwertigen Zutaten, die in Parfummanufakturen verwendet werden, in den letzten Jahrhunderten \u00fcberraschend wenig ver\u00e4ndert. Immer noch wird in Parfumlabors Alkohol\u00a0 mit destilliertem Wasser und Duft\u00f6len zu einer wohlriechenden Komposition vereint. Das popul\u00e4rste Herstellungsverfahren ist die Extraktion. Dabei werden Pflanzen und Bl\u00fcten die Duftstoffe mittels L\u00f6sungsmittel entzogen. Da im Gegensatz zur Destillation mit niedrigen Temperaturen gearbeitet wird, bleibt ein Gro\u00dfteil der Duftstoffe erhalten. Die Expression wird vorwiegend zur Gewinnung von \u00e4therischen \u00d6len verwendet. Hier wird der Rohstoff, wie der Name es bereits verr\u00e4t, einfach ausgepresst, um das begehrte \u00d6l zu erhalten. Nur noch selten wird in Manufakturen die sehr alte aber auch sehr aufwendige Enfleurage eingesetzt. Bei dieser Technik \u00a0werden Duftessenzen von tierischem Fett absorbiert. Nach mehrmaligen Reinigungsprozessen werden die Duftstoffe dann aus dem Fett regelrecht raus gewaschen. Schon vor \u00fcber 2000 Jahren wurden D\u00fcfte mittels Mazeration gewonnen. Die Parfumzutaten werden in hei\u00dfem, gereinigtem Tierfett ausgekocht und schlie\u00dflich herausgefiltert.<\/p>\n<p>Ob blumig oder orientalisch, Parfums werden auf ewig unsere Nasen bet\u00f6ren. Sie verk\u00f6rpern Magie und Leidenschaft, fangen f\u00fcr uns die Sch\u00f6nheit der Natur in all ihren wohlduftenden Facetten ein.<\/p>\n<p>Text: Petra Dietz<\/p>\n<p><em>Fotos: \u00a9PARFUMS M. Micallef<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcfte rufen Emotionen und Erinnerungen hervor, beeinflussen unsere Stimmung, ja sogar unser Handeln. Wohlger\u00fcche sind immer mit Wohlempfinden verbunden. Das treibt die Parfumindustrie an und beschert uns jedes Jahr neue D\u00fcfte. Doch Parfum ist nicht gleich Parfum. 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